KOCHEN & BACKEN
mit Brigitte
Saucen
lautet das leckere Motto!

Ganz selbstverständlich greifen wir zum Ingwer, um ein Reisgericht zu würzen. Und natürlich wird das Gulasch kräftig mit Paprika abgeschmeckt. Schließlich gibt es Gewürze preiswert und in guter Qualität in jedem Supermarkt.
Früher war das ganz anders: Gewürze aus fernen Ländern waren im wahrsten Sinne des Wertes Geld wert und für den normalen Haushalt ein schier unerschwinglicher Luxus. Lesen Sie hier alles, was Sie über die wichtigsten Gewürze, ihre Herkunft und ihre Verwendung wissen sollten.
Heilgewürze finden Anwendung sowohl in der indischen als auch in der europäischen Küche sowie bei der Zubereitung der Speisen, sind lecker und bekömmlich, helfen nachweislich dem gesundheitlichen Wohlbefinden der Menschen und bei Verdauungsproblemen, lindern Kopfschmerzen und senken den Blutdruck-, bzw. Blutfettwerte.
Safran, Ingwer, Curcuma ( indischer Curry ), Cardamon, Schwarzkümmel und verschiedene ( Reis- , und Linsensorten ). All diese schmackhaften Gewürze bereichern unsere leckere und gesunde Küche.
Weitere Informationen: Kräuter und Heilpflanzen
So bewahren Sie das feine Aroma
Das meist graubraune Äußere der Gewürze lässt kaum vermuten, welche Fülle an Geschmacks- und Duftstoffen in ihrem Inneren steckt. Diese zum Würzen so wichtigen Aromastoffe sind meist an ätherische Öle gebunden und entfalten sich erst beim Zerkleinern. Allerdings sind sie sehr empfindlich und verfliegen leicht - vor allem dann, wenn sie Licht, Luft, Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Deshalb müssen Gewürze immer trocken und kühl in licht-und luftundurchlässigen Behältern aufbewahrt werden. Unzerkleinert behalten sie so bis zu zwei Jahre ihre Würzkraft. Am besten, Sie mahlen (z.B. Kardamom), zerstoßen (z.B. Koriander) oder reiben (z.B. Muskatnuss) sie erst kurz vor der Verwendung. Gemahlene Gewürze sollten Sie nur in kleinen Mengen kaufen und möglichst schnell verbrauchen, denn sie verlieren schon nach etwa einem halben Jahr deutlich an Aroma.
Ihre Brigitte
Ingwer

Die schilfartige Ingwerstaude gedeiht nur im feuchtwarmen Tropenklima. Als Gewürz verwendet man ihre bräunlichen, matt-silbrig schimmernden, bizarr geformten Wurzeln.
Einkauf: frische, kandierte, in Sirup eingelegte oder getrocknete Wurzelstücke, außerdem gemahlener Ingwer.
Geschmack: fruchtig-würzig und leicht süßlich bis brennend-scharf.
Besonders zu empfehlen: für Ingwerplätzchen, Cremes, Pflaumenkompott, Orangenmarmelade, asiatische Reis-, Fleisch- und Fischgerichte.
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Gewürznelken

Die getrockneten Blütenknospen des in tropischen Ländern wachsenden immergrünen Nelkenbaumes sehen aus wie kleine, dunkelbraune Nägel und gehören zu den ältesten Gewürzen der Welt.
Einkauf: ganze Knospen oder gemahlen.
Geschmack: sehr würzig bis feurig-scharf. Je fester die Gewürznelke ist, desto intensiver ist ihr Geschmack.
Besonders zu empfehlen: für Lebkuchen, Spekulatius, Birnenkompott, Glühwein, süßsaure Fleischgerichte und würzige Chutneys.
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Anis

Die Anispflanze wird vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut. Ihre hellbraunen, sichelförmigen Samen gehören zu den geschmacksintensivsten Gewürzen.
Einkauf: ganz odergemahlen.
Geschmack: kräftig herb-süß und durchdringend. Anis kann andere Gewürze leicht überdecken. Deshalb sollte er sparsam dosiert werden.
Besonders zu empfehlen: für Anisbrot und -plätzchen, Apfel oder Birnenkompott, süße Grieß- und Milchspeisen, Geflügelfüllungen, Schweinebraten und Rotkohl.
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Piment

Die dunkelbraunen Beeren des Piment- oder Nelkenpfefferbaumes sind pfefferkorngroß und leicht runzlig. Hauptanbaugebiete sind Jamaika, Costa Rica und Mexiko. Piment aus Jamaika gilt als besonders aromatisch.
Einkauf: ganze Körner oder gemahlen.
Geschmack: scharf-würzig, erinnert ein bißchen an Muskat, Zimt und Gewürznelken.
Besonders zu empfehlen: für Honigkuchen, Spekulatius, Birnen- und Pflaumenkompott, Glühwein, Lammgerichte, Ochsenschwanzsuppe, Rinderbraten, Mohren- und Kohlgemüse, Lebergeschnetzeltes, Leberknödel, Fischsud, Wildbeize.
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Vanille

Die 10 bis 20 cm langen, schwarzbraun glänzenden Vanilleschoten sind Kapselfrüchteeiner ursprünglich in Mexiko beheimateten Orchideenart. Sie enthalten kleine braune Samenkörner: das Vanillemark. Als beste Sorte gilt die berühmte Bourbon-Vanille. Sie ist nach der Insel Bourbon (heute Reunion) im Indischen Ozean benannt und wird inzwischen hauptsächlich auf Madagaskar angebaut.
Einkauf: ganze Vanilleschoten oder gemahlen (gibt's im Reformhaus).
Geschmack: würzig-süß.
Besonders zu empfehlen: für Vanillekipferl, Kuchenteige, Cremes, Quarkspeisen und raffiniert pikante Soßen.
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Zimt

Die Zimtstangen werden aus der Innenrinde des Zimtlorbeerbaumes gewonnen. Die glatten weißen Rindenstücke rollen sich beim Trocknen auf und verfärben sich bräunlich. Zimt wird meist aus China importiert. Eine besondere Sorte, der Ceylon-Zimt (Kaneel), wird aus der Rinde sehr junger Bäume geschält.
Einkauf: Kaneel-Stangen oder gemahlener Zimt.
Geschmack: herb-süß und manchmal leicht scharf, Kaneel eher lieblich und fein.
Besonders zu empfehlen: für Zimtsterne, Lebkuchen, Milchreis, Apfelmus, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenkompott, Bratäpfel, Glühwein, Chutneys, Konfitüre.
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Kardamom

Die rötlich-grauen bis braunen Samen der Kardamompflanze werden hauptsächlich aus Indien und Guatemala importiert. Sie wachsen in dreikantigen grünen Fruchtkapseln, die jeweils fünf bis acht Samenkörner enthalten.
Einkauf: ganze Kapseln, Samen oder gemahlen. Werden die Kapseln mit vermählen, wird als Hinweis „in der Schale gemahlen" angegeben.
Geschmack: leicht brennend und würzig-herb.
Besonders zu empfehlen: für Printen, Spekulatius, Fruchtsoßen und Punsch, gekochtes Schweine- und Kalbfleisch.
Tip: Die Kapseln entwickeln ihr Aroma nur, wenn sie mitgekocht werden.
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Muskat

Aus der aprikosenähnlichen Frucht des vorwiegend in Indonesien angebauten Muskatbaumes werden zwei Gewürze gewonnen, die in gleicherweise verwendet werden: die Muskatnuß - der walnußgroße Fruchtkern - und die Muskatblüte (Macis). Sie ist der getrocknete, orangerote Samenmantel der Frucht.
Einkauf: Blüte und Nuß gibt es ganz oder gemahlen.
Geschmack: bitter-süß, leicht scharf. Macis würzt etwas lieblicher als Muskatnuß.
Besonders zu empfehlen: für Spekulatius, süße Apfel- und Reisgerichte, Eiergerichte, Spinat, helle Soßen, Suppen.
Tip: Muskatblüte immer in kleinen Stücken mitkochen.
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Koriander

Die dillähnlichen Korianderpflanzen werden zwar auch in Holland und Deutschland angebaut, hauptsächlich aber aus Marokko, Polen und Argentinien importiert. Ihre getrockneten, gelbbraunen Samenkörner sind fast pfefferkorngroß und leicht gerippt.
Einkauf: ganze Körner oder gemahlen.
Geschmack: kräftig-würzig, erinnert etwas an Orangenschale, Zimt und Muskat.
Besonders zu empfehlen: für Spekulatius, Gewürzbrot, Pfefferkuchen, Apfelkuchen, Apfel- und Birnenkompott, geschmortes und gebratenes Schweinefleisch, Kohl- und Kartoffelgerichte, Fischsuppen und Wildbeizen.
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Paprika

Der Gewürzpaprikastrauch wird überall in Mittel- und Osteuropa angebaut. Seine kleinen lackroten Fruchtschoten enthalten sehr scharfe Samen. Die Schoten werden im ganzen getrocknet.
Einkauf: gemahlen. Je nach Samenanteil gibt es Paprika in verschiedenen Schärfegraden und Farben, von hellrotem „Edelsüß"- bis rotbraunem „Rosen"-Paprika.
Geschmack: fruchtig-würzig, von herb-mild (Edelsüß) bis scharf (Rosen).
Besonders zu empfehlen: für Gulasch, Hähnchen, Tomatensoßen und -suppen.
Tip: Paprikapulver nicht in heißes Fett geben. Es verbrennt schnell und wird bitter.



