KOCHEN & BACKEN
mit Brigitte
KÜCHEN - KRÄUTER
So praktisch und dazu noch dekorativ!

Willkommen im Reich der Kräuter! Die Saison beginnt im Frühling und erstreckt sich bis zum Spätsommer. In dieser Zeit stehlen frische Kräuter allen anderen Gewürzen die Show. Sie wecken unsere Sinne mit dezenten bis kräftigen Aromen und sind auch optisch ein Genuss! Nicht ohne Grund wird in jedem guten Restaurant der Teller mit einem Tupfer frischem Grün verziert. Frische, duftende Kräuter aus dem eigenen Garten sind kulinarische Vitaminbomben und geben jedem Gericht eine ganz besondere Note. Mit frisch gepflückten Kräutern wird sogar das einfachste Butterbrot ein Hochgenuss. Leider hat nicht jeder die Möglichkeit, seine Kräuter im Garten heranzuziehen. Aber vielleicht hat Ihre Wohnung einen kleinen Balkon.
Wer als Kräutergärtner einige Grundregeln der Pflege beachtet, kann viele Monate im Jahr das würzige Grün unmittelbar vor dem Fenster ernten, bei manchen Kräuterarten sogar direkt vom Fensterbrett. Ist einmal mehr von dem würzigen Grün herangewachsen, als frisch in der Küche verarbeitet werden kann, erlauben es diverse Konservierungsmethoden, auch noch Monate später in den Genuss der Kräuterwürze zu kommen.
Petersilie

Petersilie ist als Küchenkraut recht beliebt. Sie gibt Brühen und Saucen einen würzigen Geschmack. Die Kulturpflanze wird als Gewürz für viele Gerichte verwendet. Hier werden die Blätter der Petersilie als Zutat verwendet. Die Petersilie wächst bis zu einer Höhe von ca.15-30 Zentimeter und kann auch im heimischen Garten gezogen werden. So hat man immer frische Kräuter zur Hand. Die Pflanze enthält ätherische Öle und ist daher sehr gesund.
Der heimliche Star unter den Küchenkräutern. Die glatte Petersilie ist feiner, aber auch kräftiger als die krausen Blättchen.
Um ein ertragreiches Jahr zu erreichen, sät man Petersilie bereits im Frühling im Gewächshaus oder in der Wohnung aus. Mitte März, sobald sich der Boden erwärmt hat, kann man die Petersilie in den Garten verpflanzen oder direkt dort säen. Es empfiehlt sich ein halbschattiger Standort mit nahrhaftem und feuchtem Boden. Man sollte Petersilie nicht zu sparsam anbauen, da sie sehr langsam wächst und oft gebraucht werden kann.
Schnittlauch

Als Gewürz ist Schnittlauch fast wortwörtlich in aller Munde. Weniger bekannt sein dürfte, dass es sich beim Schnittlauch um eine veritable Heilpflanze handelt. Zu seinen Vorzügen zählt der hohe Gehalt an den Vitaminen A, B und C. Reichlich enthalten sind zudem ätherische Öle sowie die Mineralstoffe Eisen, Kalium und Phosphor.
Der Schnittlauch, eine mehrjährige Gewürzpflanze, bevorzugt einen kalkhaltigen, humosen, nährstoffreichen und feuchten Lehmboden in sonniger bis halbschattiger Lage. Im Februar/März wird im Gewächshaus oder Frühbeetkasten gesät. Wenn der Schnittlauch 10 cm gross ist, werden immer mehrere Pflanzen pro Pflanzstelle zusammen gepflanzt.
Mitte März bis Mitte Mai ist Aussaat im Freiland möglich. 7 bis 14 Tage beträgt die Keimzeit. Durch Einfrieren wird Schnittlauch konserviert. In der Küche ist Schnittlauch sehr vielseitig.
Die feinen Schnittlauchhalme sind einfach unverzichtbar in der deutschen Küche!
Bärlauch

Vom Bärlauch können alle Pflanzenteile (Zwiebel, Stängel, Blätter und Blüten) verwendet werden. Hauptsächlich werden die Blätter in der Küche verwendet. Interessant sind aber auch die Blütenblätter, die ein milderes, feinere und leicht süßliches Aroma haben. Durch zu starkes Erhitzen verliert Bärlauch weitgehend seine Geschmackstoffe, sein Vitamin C Gehalt sowie seine gesundheitsförderliche Wirkung, die vor allem durch die schwefelhaltigen Stoffe entstehen.
Der Bärlauch oder Waldknoblauch kommt in ganz Europa und Nordasien vor. Die Trugdolden mit den weißen, sternenförmigen Blüten sitzen auf einem 10 bis 50 cm hohen, aufrechten Stängel. Die frische Pflanze und Zwiebel werden wie der Knoblauch als Gewürz verwendet.
Zieht sich der Winter zurück, beginnt die Zeit des Bärlauchs. In den Auen und Flusswäldern ist Bärlauch in großen Mengen vorhanden und kostenlos zu pflücken. An einigen Wochenmarkt - Ständen können Sie ihn dann auch kaufen.
Zitronenmellisse

Wie der Name schon verrät: Der Geschmack der fein gezackten Blättchen ist erfrischend und erinnert an Zitrone. Die im Mittelmeerraum beheimatete Zitronenmelisse gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine mehrjährige Gewürz- und Heilpflanze. Beliebteste Bienenweide und wird bis ca. 80 cm hoch. Blütezeit ab Juni, vor der Blüte sind die Blätter allerdings aromatischer. Randvoll mit ätherischen Ölen. Zitronenmelisse liebt einen sonnig bis halbschattigen Standort und einen nährstoffreichen, humosen Boden, der tiefgründig gelockert und durchlässig sein sollte.
Schmeckt als Küchenkraut zu fast allem: als gesüßter Tee oder in Kräutermischung zum Salat: Herrlich frischer, zitroniger Geschmack. Wirkt nervenberuhigend, krampflösend, (Migräne, Blähungen), aufheiternd und erleichtert das Einschlafen. Zur Appetitanregung und zur Bereitung von Bädern.
Brunnenkresse

Die scharf-herben, leicht pfeffrigen Blätter sind reich an Vitamin C und Mineralstoffen. Vor und nach der Blüte sollten sie geerntet werden. Die Brunnenkresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist vor allem, der Name verrät es, dort anzutreffen , wo es fließendes Wasser gibt. Das heißt für die freie Natur, dass “Nasturtium officinale” überall wächst, wo es kühlere Flussläufe gibt.
Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 70 cm lang. Die zentralen Stengel kriechen und bilden überall Wurzeln. Die dunkelgrünen Blätter sind rund gefiedert und fleischig. Ihre Oberfläche glänzt. Zwischen Juni und September blüht die Brunnenkresse mit kleinen weissen Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich kleine Schoten.
Eine köstliche Salatpflanze, allein oder in gemischten Salaten, auf Käse-Sandwiches, mit Käse-Dips und sogar als kalte Suppe. Die dunkelgrünen pfeffrigen Blätter sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, besonders Vitamin C und Eisen.



