KOCHEN & BACKEN
mit Brigitte
Exotische Früchte
so schmecken Sie!

In Deutschland wird eine Vielzahl an Lebensmitteln angeboten. Man findet sowohl lokale und regionale Spezialitäten als auch exotische Lebensmittel.
Die Vielfalt der Tropen - Früchte, die die Exotik nach Hause holen! Wissen Sie, wozu man eine Tamarillo verwendet? Was man beim Einkauf von Pitahaya beachten muss und wie man Guave zubereitet? Auf heimischen Märkten und im Supermarkt werden immer neue exotische Obst- und Gemüsearten, Nüsse und Gewürze angeboten oft sogar unter verschiedenen Namen. Der internationale Markt liefert neue Geschmackserlebnisse, sorgt beim Verbraucher aber auch für Verwirrung. Die meisten Menschen wissen noch nichts über Herkunft, Inhaltsstoffe oder Zubereitung der aus fernen Ländern stammenden Lebensmittel. Zu den exotischen Früchten (auch Südfrüchte, Tropenfrüchte genannt) werden Obstsorten gezählt, die in tropischen und subtropischen Klimazonen wachsen. Bekannte Vertreter sind Ananas, Banane und Kiwi, aber auch Litchi und Passionsfrüchte werden mittlerweile häufig zum Verkauf angeboten.
Achtung! Viele Früchte haben unterschiedliche Bezeichnungen oder Schreibweisen und weitere Unterarten (z.B. Tamarillo oder auch Baumtomate; Pflaume, Zwetschge, Mirabelle,...). Einige Namen sind aber unverändert und in fast jeder Sprache ähnlich (Ananas, Kaki, Kiwi,...)
Ihre Brigitte
Tamarillo

Wird auch Baumtomate genannt und ähnelt geschmacklich normalen Tomaten. Wird die Schale runzlig, ist sie reif.
So isst man sie: Die essbare Schale schmeckt bitter - besser entfernen (Frucht einritzen, überbrühen, Schale abziehen).
Frucht mit Zucker und Zitronensaft beträufeln.
Ursprünglich stammt die Tamarillo aus dem Hochland Perus. Heute wird sie in fast allen Tropengebieten der Welt angebaut. Tamarillos kommen aus tropischen Ländern während des ganzen Jahres, hauptsächlich aber im Winter, zu uns. Die ovale Frucht besitzt gelblich-rotes Fruchtfleisch mit vielen essbaren Kernen.
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Kaki

Ihr Aroma erinnert an Aprikosen und Vanille. Beliebteste Sorte ist die Sharonfrucht aus Israel.
So isst man sie: Je reifer und weicher, desto süßer. Ganz reife Früchte aus der Schale löffeln, festere schälen und klein schneiden.
Kakis, der Form nach einer Tomate vergleichbar, sollten nur in absolut reifem Zustand gegessen werden, sonst wird man arg enttäuscht. Volle Reife ist an tieforanger bis blaßroter Schale, sehr weichem Zustand, fast schon vor dem Zerfallen, erkennbar. Hier wird die maximale Süße erreicht, ein Aroma und eine Konsistenz von bester Konfitüre. In diesem Zustand ist die Kaki nur schwer tranportierbar. Im Handel werden ohnehin nur unreifere, feste Früchte angeboten. Kakis sind reich an Vitamin A und B-Vitaminen, daneben Phosphor und Kalium.
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Guave

Die rundlich ovale Frucht duftet intensiv blumig und ist erfrischend säuerlich.
So isst man sie: Die Frucht schälen und das Fleisch in Scheiben oder Spalten schneiden. Die Kerne sind essbar. Lecker für frische Obstsalate oder exotische Konfitüren.
Die Heimat der Guave ist das tropische Amerika, doch heute ist sie weltweit in tropischen Gebieten verbreitet, zum Teil auch verwildert. Die größten Kulturen finden sich in der Kapprovinz von Südafrika. In den Anbauländem bereitet man aus Guaven Saft, Gelee, Kompott und vor allem ein Mus, das die Grund- lage für viele Gerichte wie Süßspeisen und Getränke dient. Außerdem wird eine Paste hergestellt, die als Süßigkeit gegessen wird und an Quittenpaste erinnert.
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Pitahaya

Das Fleisch der pinkfarbenen Früchte (Kakteenart) sieht aus wie Stracciatella-Eis, schmeckt wie ein Mix aus Kiwi und Melone.
So isst man sie: Frucht halbieren, schälen. Das erfrischende Fleisch gut gekühlt essen. Lecker in Obstsalaten.
Die Drachenfrucht oder auch Pitahaya genannt sieht nicht nur farbenfroh aus, sie schmeckt dazu auch noch hervorragend. Die Frucht ist ein Gewächs der Kakteenart Hylocereus und kommst zumeist aus Kolumbien nach Deutschland. Mittlerweile werden sie auch in Israel, Thailand und in China angebaut und exportiert. Die Früchte sollen einiges an Vitamin B und C enthalten und sind somit auch ziemlich gesund. Die kleinen schwarzen Samen sollen Verdauungsfördernd wirken und einen Anteil Kalzium enthalten.
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Kaktusfeige

Die eigroßen, stacheligen Früchte gibt es in Grün, Gelb und Rot. Geschmacklich unterscheiden sie sich nicht, haben alle ein süß-säuerliches Aroma.
So isst man sie: Um an das Fruchtfleisch zu kommen, die Schale am besten mit Handschuhen (wegen der Stacheln)abschälen. Pur genießen.
Der echte Feigenkaktus stammt wie alle Kakteen ursprünglich aus Amerika. Der Feigenkaktus war - lange vor der spanischen Eroberung - bereits eine Kulturpflanze der Azteken im heutigen Mexiko. Kaktusstrauch und Früchte sind stachelig und haben Widerhaken, weswegen die einheimische indianische Bevölkerung schon vor Jahrhunderten Sorten mit weniger Dornen züchtete. Neuerdings erlangen Kaktusfeigen, dank ihrer bemerkenswerten Inhaltsstoffe, auch bei uns zunehmende Aufmerksamkeit als moderne und vielversprechende Nahrungsergänzungsmittel.
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Maracuja / Passionsfrucht

Unter der schrumplig braunen Schale steckt geleeartiges, gelbes Fruchtfleisch, das säuerlich exotisch schmeckt.
So isst man sie: Quer halbieren und das Fruchtfleisch mit den essbaren Kernen auslöffeln. Für Desserts oder Getränke durch ein Sieb streichen.
Bei der Maracuja handelt es sich um eine immergrüne, mehrjährige Kletterpflanze mit wechselständigen Blättern. Sie kann mehrere Meter lang werden. Sie benötigt eine Klettergerüst oder Spalier, an dem sie hoch klettern kann. Die Passionsfrucht, auch Maracuja oder Grenadilla genannt, ist im tropischen und subtropischen Amerika beheimatet. Heute werden Passionsfrüchte in Amerika, Afrika, Indien und Australien kultiviert. Bei uns finden frische Passionsfrüchte nur wenig Beachtung, was auch am Angebot und am Preis liegen mag. Maracujasaft jedoch ist so beliebt, daß er fast in jedem Supermarkt angeboten wird und anteilig in den meisten Multivitaminsäften enthalten ist.


