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Baunscheidt - Therapie

Baunscheidt Ein Ab- und Ausleitungsverfahren.
Mit dieser Komplementär - Methode werden, vor allem bei chronischen Entzündungen, Schmerz- und Reizzuständen sowie Verkrampfungen gute Erfolge erzielt. Entwickelt wurde dieses Verfahren zu Ende des vergangen Jahrhunderts. Der Entdecker dieser Methode, der Mechaniker und Erfinder Carl Baunscheidt, hatte jahrelang unter Rheuma gelitten, als ihn eines Tages, während er in seinem Garten ein entspannendes Schläfchen hielt, Mücken in seinen beinahe schon steifen Arm stachen. Der Arm schwoll an und entzündete sich - doch als Folgen der Insektenstiche abgeklungen waren, waren auch die Beschwerden verschwunden. Da kam Baunscheidt auf die Idee, einen Apparat zu entwickeln, der Mückenstiche nachahmt. Das Gerät, mit dem dabei gearbeitet wird, ist denkbar einfach: Eine Scheibe, die mit 25 bis 30 feinen Stahlnadeln bestückt ist, die durch eine Feder in die Haut geschnellt werden können. Mit diesen "Mückenstichen" wird am Nacken begonnen und über den Rücken weiter vorgegangen.
Der vorbereitete Hautbereich wird mit einem ätherischen Öl dünn eingestrichen. Je nach Reaktionsintensität zeigen sich kleine rote Pusteln, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Man kann das Baunscheidtieren am Ort des Geschehens, aber auch an entgegengesetzten Orten durchführen, um das Krankheitsgeschehen wegzuleiten.

Die Ziele des Baunscheidt - Methode lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Durch das Baunscheidtieren wird die Haut als unser größtes Bindegewebsorgan angeregt, durch Aus- und Ableitung den Organismus zu reinigen. Außerdem stehen bestimmte Hautregionen über das vegetative Nervensystem in Verbindung zu inneren Organen. Die behandelte Hautregion, z.B. das Lendenwirbelgebiet, wird verstärkt durchblutet und regt dadurch die Funktion des ihr zugeordneten Organs, also die Ausscheidungsaktivität der Niere an. So wird die natürliche Reaktionsbereitschaft des Organismus insbesondere bei chronischen Prozessen wieder in Schwung gebracht.

Anwendungsgebiete:

  • Zeichen der Stauung
  • Zeichen der verminderten Reagibilität
  • Rheuma
  • Arthrose
  • Nervenschmerz
  • Funktionsstörungen innerer Organe
  • alle entzündlichen Erkrankungen zur Ab- und Ausleitung
  • Wadenkrämpfe
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Menstruationsstörungen
  • Narbenstörfelder
  • Muskelverhärtung

Der Baunscheidtismus ist ein chemisches und physikalisches Hautableitungsverfahren. Zugleich erreicht man über ein Reflexgeschehen bestimmter Hautareale die inneren Organe. Durch die Behandlung kann die Reaktionsbereitschaft des Organismus bei chronischen Prozessen wieder angeregt werden.

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